Nicht, weil KI gerade in aller Munde ist. Sondern wegen dem, woraus deine Wochen tatsächlich bestehen: Termine, die nachbereitet werden wollen. Protokolle, Vergabeunterlagen, Bautagebücher. Mails an Bauherren, Behörden, Fachplaner. Und dazwischen die eigentliche Arbeit — planen, entscheiden, koordinieren. Der Papierkram ist notwendig. Aber er muss nicht so viel von deiner Energie fressen.
Warum das Ganze?
Stunden zurückholen
Die wiederkehrende Schreib- und Sortierarbeit — Notizen, Listen, Entwürfe, Zusammenfassungen — schrumpft von Stunden auf Minuten. Ab der ersten Woche, nicht irgendwann.
Einen Denkpartner haben
Nicht nur schneller tippen — besser denken. Ein Sparringspartner, der deine Projekte kennt, kluge Rückfragen stellt und nie genervt ist, wenn du „warte, noch ein Gedanke" sagst.
Herr im eigenen System sein
Kein Abo-Dschungel, keine Plattform, in die man sich einarbeiten muss und die dann doch nicht passt. Ein Ordner mit Textdateien, der dir gehört — und nur dahin wächst, wo er dir wirklich nützt.
Ungeahntes bauen
Eine Checklisten-Webseite, ein kleines Werkzeug, dein eigener Ablauf — wofür früher ein Entwickler nötig war, wird ein Nachmittag. Du wirst Dinge bauen, die du dir heute nicht vorstellen kannst.
Kurz gesagt: Es geht nicht um Technik. Es geht darum, wie sich dein Büroalltag in drei Monaten anfühlt — ruhigere Montage, schnellere Nachbereitung, und das gute Gefühl, das Thema KI nicht nur vom Hörensagen zu kennen, sondern es im Griff zu haben.
Was ist ein „KI-Betriebssystem" (AI-OS)?
Du kennst ChatGPT & Co.: Man tippt eine Frage, bekommt eine Antwort. Praktisch — aber jedes Gespräch fängt bei null an. Die KI weiß nicht, wer du bist, welche Projekte laufen, wie du formulierst. Also erklärst du es. Jedes. Einzelne. Mal. Und die Ergebnisse? Durchaus brauchbar — aber sie bleiben verstreut in alten Chatverläufen hängen, statt dort zu landen, wo deine Arbeit wohnt: in deiner eigenen Ablage, wiederauffindbar und weiterverwendbar.
Ein KI-Betriebssystem dreht das um. Statt dass du die KI im Browser besuchst, zieht die KI bei dir ein — in einen einzigen Ordner auf deinem Rechner. Darin liegt ein kurzes Briefing über dich (wer du bist, wie du arbeitest, worauf es dir ankommt) plus deine Notizen und Projekte. Die KI liest das alles, bevor sie loslegt. Und alles, was sie erarbeitet, landet wieder im Ordner — als Dateien, die dir bleiben.
Context Engineering — so heißt dieser Ansatz in der Fachwelt. Die Erkenntnis dahinter: Das Modell ist bei allen gleich — den Unterschied macht, was es über dich weiß. Briefing, Notizen, Projekte, Rezepte: jede Datei macht die nächste schlauer. Ein Tool kauft man. Ein Kontextsystem baut man — und es gehört dir. Und es verzinst sich: Mit jeder Interaktion wächst der Kontext — ein Schwungrad, das jeden Tag ein bisschen mehr Kraft hat.
Das Ergebnis fühlt sich weniger an wie ein Werkzeug und mehr wie ein Mitarbeiter, der die Akte tatsächlich gelesen hat. Du sagst „mach mir aus den Notizen von heute eine Aufgabenliste" — und er weiß, welcher Termin gemeint war, welches Projekt dranhängt und dass du Listen gern kurz hast.
Das ist die ganze Idee. Kein Plattform-Projekt, kein Einführungs-Workshop, keine Schulungswoche. Ein Ordner, ein Briefing, und eine KI, die beides liest.
| Chatbot im Browser | Dein KI-Arbeitsplatz | |
|---|---|---|
| Kennt dich? | Fängt jedes Mal bei null an | Liest zuerst dein Briefing — in jeder Sitzung |
| Dein Kontext | Nur, was du reinkopierst | Deine Notizen & Projekte liegen direkt im Ordner |
| Die Ergebnisse | Verstreut in alten Chatverläufen | Als Dateien gespeichert — bleiben und lassen sich wiederverwenden |
| Wird es besser? | Nein — ewig dasselbe Gespräch | Ja — jede Briefing-Ergänzung macht es schlauer |
| Wem gehört es? | Der Plattform | Dir. Einfache Textdateien auf deinem Rechner |
Du startest mit drei Dingen
Zwei kostenlose Programme und eine Textdatei — mehr ist der Start-„Technik-Stack" wirklich nicht. Der Rest kommt später, und nur wenn du ihn willst.
Der Schreibtisch
Ein kostenloses Programm, das einen Ordner und seine Dateien anzeigt — wie ein aufgeräumter Schreibtisch, auf dem alles Aktuelle auf einen Blick liegt.
Der Mitarbeiter
Eine KI, die in diesem Ordner arbeitet. Du redest ganz normal mit ihr — auf Deutsch. Sie liest deine Dateien, schreibt neue und fragt nach, wenn sie unsicher ist.
Das Briefing
Zwei kurze Textdateien, die dem Mitarbeiter sagen, wer du bist, wie du arbeitest und was dir wichtig ist. Er liest sie zu Beginn jeder Sitzung — du erklärst dich nie zweimal.
Mehr brauchst du monatelang nicht. Und wenn du hineingewachsen bist, warten schon drei weitere Bausteine — denen begegnest du ab der Pro-Stufe:
Die Rezepte
Aufgeschriebene Anleitungen, die der Mitarbeiter wiederverwendet: „so schreiben wir Nachfass-Mails", „so bauen wir Checklisten". Eine gute Arbeitsweise einmal festhalten — für immer nutzen.
Die Spezialisten
Zusätzliche Kollegen für Aufträge, die ein einzelner Chat nicht stemmt: ein Rechercheur, der zwanzig Firmen parallel durchleuchtet und nur das Destillat liefert. Ein Angebots-Prüfer, der jeden Entwurf gegen Preisliste und Alt-Projekte hält. Ein Vier-Augen-Prüfer, der die Arbeit des Haupt-Mitarbeiters gegencheckt, bevor sie zu dir kommt.
Die Anschlüsse
Der Mitarbeiter kann sich mit anderen Systemen verbinden — Mail, Kalender, Ablage — und wiederkehrende Abläufe können nach Plan laufen. Hier wächst der persönliche KI-Arbeitsplatz in echte Automatisierung.
So sieht deine allererste Sitzung aus
Links dein Ordner, in der Mitte die Datei, an der gearbeitet wird, rechts das Gespräch — genau so sieht dein Cockpit später aus. Hier gerade: Schritt 0. Rechts läuft das Starter-Interview, und in der Mitte entsteht daraus live dein Briefing. (Auf dem Handy: seitlich scrollen.)
START-HIER.md
CLAUDE.md ✦ neu
me.md ✦ neu
▾ marke/ ✦
marken-kit.md [?]
▸ notizen/ ✦
▸ aufgaben/ ✦
▸ projekte/ ✦
▸ vorlagen/ ✦
▸ skills/ ✦
— nach 3 Monaten wachsen
hier Projekte, Skills und
Vorlagen hinein —
Entsteht gerade aus dem Interview →
## Wie wir arbeiten
- Antworten kurz, auf Deutsch
- Leg dich fest — ich korrigiere
- Unsicheres mit [?] markieren, nie raten
## Hausregeln
- Ampel: 🟢 eigene Notizen · 🟡 Firmen-intern
erst abstimmen · 🔴 Auftraggeber-Daten nie
- Du versendest nie etwas
- Nie löschen ohne Okay
## Größter Zeitfresser
- Protokolle nach Terminen, Mails ← aus Frage 3
Du: Lies START-HIER.md und lass uns mein KI-Betriebssystem aufbauen.
Claude: Gern! Erste Frage: Wie würdest du deine Rolle in deinem Unternehmen beschreiben?
Du: Architekt und Inhaber — von Entwurf bis Bauleitung mache ich alles.
Claude: Notiert. Welche wiederkehrenden Aufgaben kosten dich am meisten Zeit oder Nerven?
Du: Protokolle nach Terminen. Und die ganzen Mails.
Claude: ✓ Ich habe CLAUDE.md und me.md angelegt — links siehst du die neuen Dateien, in der Mitte dein Briefing. Magst du mir direkt echte Terminnotizen geben? Dann machen wir daraus deine erste Aufgabenliste.
Warum dieser Weg?
Du hast erlebt, wie es läuft, wenn man ein großes System eingeführt bekommt: viel Funktionsumfang, viel Einarbeitung — und am Ende nutzt man zehn Prozent davon. Dieser Weg hier ist bewusst das Gegenteil.
Plattform von der Stange
Für hundert Firmen gebaut, für keine passgenau.
- Erst Einführungsprojekt, dann (vielleicht) Nutzen
- Man richtet sich nach dem Tool — nicht umgekehrt
- Funktionen, die niemand im Büro braucht
- Läuft beim Anbieter; Wechsel = Neuanfang
Dein KI-Arbeitsplatz
Fängt bei null an und wächst nur dahin, wo er dir nützt.
- Nutzen ab Tag eins — erste Aufgabenliste in 30 Sekunden
- Passt sich dir an: dein Ton, deine Abläufe, deine Begriffe
- Nichts drin, was du nicht selbst hineingelegt hast
- Gehört dir: Textdateien auf deinem Rechner, kein Lock-in
→ Schlank statt schwergewichtig: erst beherrschen, dann erweitern. Und was sich bewährt, kann später Schritt für Schritt ins Büro wachsen — in deinem Tempo, nicht im Tempo eines Anbieters.
Die Ampel
Einmal Klartext vorweg: Was du in den Chat tippst, wird in der Cloud verarbeitet — wie bei jedem KI-Assistenten. Deine Dateien bleiben auf deinem Rechner, aber das Gespräch reist. Genau deshalb sortieren wir Inhalte in drei Farben — und deshalb kennt die rote Regel im Starter-Setup keine Ausnahme.
Grün — los
Deine eigenen Notizen, Planung, Entwürfe, Ideen, To-dos. Alles, was sich um deine Arbeit und dein Denken dreht — nicht um Dritte.
Gelb — erst abstimmen
Interne Firmen-Unterlagen und Team-Material. Grundsätzlich in Ordnung — aber einmal kurz im Büro abstimmen, bevor es in dein Setup wandert.
Rot — nie
Personenbezogene Daten und vertrauliche Auftraggeber-Unterlagen (DSGVO). Gerade bei öffentlichen Auftraggebern gilt: Solche Inhalte bleiben in euren geregelten Systemen — niemals im persönlichen Werkzeug.
Faustregel: Sobald ein Inhalt eine konkrete Person oder vertrauliche Projektdetails eines Auftraggebers beschreibt, ist er rot. Und wenn du bei etwas unsicher bist, welche Farbe es hat — genau das ist eine gute Frage ans FlowPhase-Team. Nachfragen ist hier der Profi-Move, nicht die Blamage. Und falls du denkst: „Die volle Power gäbe es doch erst mit echten Kundendaten" — stimmt. Genau dafür gibt es den gemeinsamen Ausbau: Vertragsrahmen (AVV), klare Leitplanken und eine Architektur, die zu den Daten passt — so wird aus Rot kontrolliert Grün. Bis dahin gilt: Rot bleibt rot.
Übrigens: Genau deshalb hast du in Schritt 0 das Modelltraining ausgeschaltet — Einstellungen → Privacy.
Der Pfad: ① Starter → ② Mid → ③ Pro
Elf Missionen in drei Stufen — die komplette Starter-Stufe ist hier frei nutzbar, Mid und Pro gehören zum Enablement-Pass. Der Pfad läuft in Missionen, nicht in Wochen: Jede Mission gibt dir eine kleine tägliche Übung (5–10 Minuten). Bleib bei einer Mission, bis sich die Übung selbstverständlich anfühlt — mal sind das drei Tage, mal zwei Wochen. Dann öffnest du die nächste. Dein Tempo, kein Kalender, kein Hinterherhinken. Starter baut die Gewohnheit mit exakten Rezepten, Mid liefert echte Arbeitsergebnisse, Pro macht daraus dein System — dort brauchst du Prinzipien statt Rezepte. Und hak die Kästchen wirklich ab: Sich über einen kleinen Erfolg zu freuen ist buchstäblich das, was Gewohnheiten entstehen lässt.
0Setup
Dein KI-Betriebssystem einrichten (~30 Minuten)
Zwei kostenlose Programme installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
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Dein KI-Betriebssystem einrichten (~30 Minuten)
Zwei kostenlose Programme installieren, einen Ordner anlegen, Claude interviewt dich.
Alles hier ist Klick für Klick beschrieben. Kaputtmachen kannst du nichts — der schlimmste Fall ist ein Programm, das nicht startet. Und das ist eine Nachricht an uns, keine Krise.
- Claude-Konto — auf claude.ai anlegen und den Pro-Plan wählen (ab ~15 €/Monat im Jahresabo, monatlich etwas mehr — die einzigen laufenden Kosten im ganzen Setup). Tipp: Mit einem bestehenden Google-Konto anmelden geht am schnellsten.
- Ein Datenschutz-Schalter, gleich am Anfang: In Claude unter Settings → Privacy das Modelltraining ausschalten — deine Gespräche werden dann nicht fürs Training genutzt und nur ~30 Tage gespeichert.
- VS Code installieren (kostenlos) — auf code.visualstudio.com laden (Version für dein System — Windows oder Mac), Installer ausführen bzw. App in den Programme-Ordner ziehen, dann starten Beim ersten Start zeigt VS Code eine kleine Willkommens-Tour: Farbthema aussuchen, Anmeldung („Continue with GitHub / Google / Apple"), Werbung für KI-Zusatzfunktionen. Du kannst alles überspringen oder wegklicken — du brauchst weder Konto noch Extras (ein Farbthema darfst du dir natürlich gönnen). Fertig bist du, wenn das leere Fenster dasteht.
- Deinen Ordner anlegen — im Explorer bzw. Finder einen Ordner erstellen, z. B. Dokumente/mein-os. Dann in VS Code: Datei → Ordner öffnen… und ihn auswählen. Wichtig: erst der Ordner, dann Claude — dein Mitarbeiter bekommt genau dieses eine Zimmer, nicht den ganzen Rechner.
- Claude Code installieren — in VS Code das Menü Terminal → Neues Terminal öffnen. Unten erscheint ein Textfenster. Die Zeile für dein System hineinkopieren und Enter drücken:
# Mac / Linux (Terminal): curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash # Windows (PowerShell): irm https://claude.ai/install.ps1 | iex
Lösung 1: Menü Terminal → Neues Terminal → nochmal claude tippen. Ein frisches Fenster kennt den Befehl meistens.
Lösung 2 (falls nicht): Diese Zeile komplett kopieren, einfügen, Enter — sie trägt Claude dauerhaft ins Adressbuch ein und startet ihn direkt:
echo 'export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH"' >> ~/.zshrc && echo 'export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH"' >> ~/.bash_profile && export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH" && claudeAb dann funktioniert claude in jedem Fenster — für immer.- Starten & anmelden — im selben Terminal claude eintippen und Enter drücken. Ein Browser-Fenster öffnet sich; dort mit deinem claude.ai-Konto anmelden. Das machst du nur ein einziges Mal. Direkt nach dem Start fragt Claude: „Do you trust the files in this folder?" — ein kurzer Blick lohnt sich: Steht dort dein Ordnername (z. B. …/mein-os)? Dann „Yes, I trust this folder". Steht dort nur /Users/dein-benutzername, wäre das der ganze Rechner — dann „No, exit" wählen, den Ordner öffnen (Schritt 4) und claude in einem neuen Terminal nochmal starten.
- Dein Cockpit einrichten (2 Minuten) — Claude läuft; jetzt bauen wir das Fenster so um, dass es dem Cockpit-Bild oben auf dieser Seite entspricht: links dein Ordner, in der Mitte die Datei, rechts dein Mitarbeiter. Fünf Handgriffe:
① Tabs aufräumen — oben alle Reiter schließen (✕), die du nicht brauchst, z. B. Welcome.
② Rechtes KI-Panel schließen — das Feld rechts („Build with Agent" / CHAT) ist VS Codes eigener KI-Assistent (Copilot). Brauchst du nicht — dein Mitarbeiter wohnt im Terminal. Weg damit: ✕ oben rechts im Panel.
③ Claude nach rechts — Rechtsklick auf das Wort TERMINAL (in der Leiste über dem unteren Streifen) → Panel Position → Right. Das ganze Terminal springt an die rechte Seite. Dann die Trennlinie greifen und Claude etwa 40 % der Breite geben — groß genug zum bequemen Lesen.
④ Terminal-Leichen entsorgen — in der kleinen Liste am Terminal stehen oft noch alte bash- oder zsh-Zeilen von der Installation. Die Zeile ✳ Claude ist dein Mitarbeiter — die bleibt. Die anderen mit dem 🗑️-Symbol daneben löschen.
⑤ Eine Datei in die Mitte — links im Aktenschrank eine Datei anklicken, sobald die erste da ist (dein Mitarbeiter legt sie gleich beim Interview an): Sie öffnet sich in der Mitte, während rechts das Gespräch weiterläuft.
✓ Richtig, wenn dein Fenster aussieht wie das Cockpit oben: links gucken · in der Mitte lesen · rechts reden. 🛩️ - Loslegen — sag Claude einfach: „Lass uns mein KI-Betriebssystem aufbauen — interviewe mich dazu." (Unser Starter-Kit, das diesen Aufbau mit Interview, Spielregeln und Marken-Kit perfektioniert, ist Teil des Enablement-Pass 🔒)
- Marken-Material bereithalten — Logo, Briefbogen, eine Broschüre, die dir gefällt. Das Starter-Interview legt daraus dein Marken-Kit an (Farben, Schriften, Ton) — damit jeder Entwurf von Anfang an nach deiner Marke aussieht.
🧭 VS Code in 60 Sekunden — die drei Zonen ▾ zum Aufklappen klicken
- Links — der Aktenschrank (Explorer): zeigt deinen Ordner mit allen Dateien. Über Datei → Ordner öffnen… holst du deinen Ordner hier rein; ein Klick auf eine Datei öffnet sie.
- Mitte — der Schreibtisch: hier liest du die angeklickten Dateien. Mehrere Dateien erscheinen als Tabs, wie im Browser.
- Unten — die Sprechanlage (Terminal): öffnest du über das Menü Terminal → Neues Terminal. Hier tippst du claude — ab dann wohnt dein Mitarbeiter in diesem Streifen und ihr schreibt euch dort. Im Cockpit-Schritt oben zieht dieser Streifen dann an die rechte Seite um — gleiche Sprechanlage, besserer Platz.
- Zu klein, zu groß, was verschwunden? Die Trennlinien zwischen den Zonen kannst du mit der Maus greifen und ziehen. Und das Menü Ansicht/View bringt jede Zone zurück.
✓ Fertig wenn: Claude deine Ordnerstruktur gebaut und dich mit Namen begrüßt hat.
🎨 Dein Marken-Kit bauen
Logo + Briefbogen in marke/ legen — 15 Minuten später kommt jeder Entwurf im Look deiner Marke. Dauerhaft.
🎙️ Sprechen statt tippen
Installier Wispr Flow (kostenloser Einstieg, später kostenpflichtige Stufe): Taste halten, sprechen, der Text erscheint — im Chat und überall sonst. Mit dem Mitarbeiter arbeiten wird wörtlich reden.
5 Minuten Einrichtung · macOS-Diktat geht zur Not auch, nur träger📋 Der Protokoll-Trick
Transkript oder Notizen rein — Protokoll, Aufgabenliste und Antwortentwurf raus. In dreißig Sekunden.
Zur Mission →🛠️ Ein Werkzeug aus Worten
Beschreib eine Checkliste aus deinem Alltag — und öffne eine echte kleine Webseite, die es vorher nicht gab.
🔒 Teil des Enablement-Pass
1Mission
Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
›
Besprechungsnotizen → Aufgabenliste
Dein täglich Brot — nach jedem Termin, bis es sitzt.
Warum zuerst: Es dauert 30 Sekunden und zahlt sich sofort aus. Nach Kundenterminen und internen Besprechungen geht erfahrungsgemäß am meisten unter — genau da setzt der erste Handgriff an.
- Nach einem Termin einfach ablegen, was da ist: rohe Notizen oder eine Transkript-Datei (aus Teams, einer Diktier-App o. ä.) in notizen/ — oder direkt in den Chat einfügen. Stichworte, Halbsätze, Chaos: alles gut. Je wüster die Vorlage, desto eindrucksvoller das Ergebnis.
- Den Mitarbeiter die Aufgaben herausziehen lassen (Vorlage unten)
- Das Ergebnis kritisch lesen — du bleibst der Redakteur. Wenn etwas nicht stimmt, sag es ihm; aus der Korrektur lernt er.
Mach mir aus meinen Termin-Notizen eine saubere Aufgabenliste. (Entweder unten eingefügt — oder sag: „lies die Transkript-Datei in notizen/") - eine Zeile pro Aufgabe, mit Zuständigem und Frist (falls genannt) - ein eigener Abschnitt „Warten auf andere" - oben kurz „Getroffene Entscheidungen" - Projektbezug dazuschreiben, wenn erkennbar Speichere das Ergebnis in aufgaben/. [hier die Notizen einfügen — oder die Datei nennen]
✓ Fertig wenn: du Notizen aus 3 echten Terminen in Aufgabenlisten verwandelt hast.
2Mission
Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
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Der Wochenplan am Montagmorgen
Alles aus dem Kopf auf den Tisch — und eine geordnete Woche zurückbekommen.
Warum: Bis jetzt war der KI-Arbeitsplatz ein Werkzeug. Diese Mission macht ihn zum Ritual — und Rituale sind das, was bleibt. Fünf Minuten am Montag, und die Woche hat eine Form statt einer Warteschlange. Bei mehreren parallelen Projekten ist genau das Gold wert.
- Montagmorgen, Kaffee in der Hand: alles abladen, was ansteht — Aufgaben, Sorgen, lose Enden, das Ding von Freitag. Unsortiert ist ausdrücklich erwünscht.
- Einen strukturierten Wochenplan erstellen lassen (Vorlage unten)
- Als notizen/wochenplan.md speichern. Nächsten Montag fragst du: „Vergleich mit letzter Woche — was ist liegengeblieben, was nehmen wir mit?" Dieser Vergleich ist der Moment, in dem es sich zum ersten Mal nach Magie anfühlt.
Es ist Montag. Hier ist alles, was mir für diese Woche im Kopf herumgeht, unsortiert. Mach daraus einen Wochenplan: - Top-3-Prioritäten (leg dich fest — ich korrigiere dich, wenn nötig) - ein Vorschlag pro Tag, rund um die festen Termine, die ich dir hier nenne - ein Abschnitt „Nicht diese Woche" — festgehalten, aber aus dem Kopf Speichere ihn als notizen/wochenplan.md. [Gedanken hier abladen]
✓ Fertig wenn: du zwei Wochen so gestartet hast.
3Mission
Mails & Schreiben entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
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Mails & Schreiben entwerfen
Stichpunkte rein, fertiger Entwurf raus — in deinem Ton.
Warum: Ein sauberes Schreiben aufzusetzen ist langsam. Zu wissen, was drinstehen soll, ist schnell. Trenn die beiden Jobs: Du lieferst die Absicht, der Mitarbeiter liefert den ersten Entwurf — und der erste Entwurf ist immer der teure Teil. Gerade bei heiklen Kunden- oder Behörden-Schreiben.
- Stichpunkte geben: Was soll das Schreiben sagen, an wen geht es, was soll danach passieren?
- Einen Entwurf in deinem Ton anfordern — das Briefing kennt ihn. Wenn der Ton nicht sitzt: einmal korrigieren („verbindlicher", „direkter") und Claude bitten, sich das zu merken.
- Redigieren, dann wie gewohnt selbst versenden. Die KI versendet nie etwas — das ist Hausregel.
Entwirf mir eine E-Mail, in meinem üblichen Ton (siehe me.md). An: [wer + in welchem Verhältnis stehen wir] Ziel: [was soll nach dem Lesen passieren] Inhaltspunkte: - [Punkt 1] - [Punkt 2] Kurz und verbindlich — ich redigiere vor dem Versand. Gib mir zwei Varianten für die Betreffzeile.
✓ Fertig wenn: 3 Schreiben rausgegangen sind, die als Entwurf vom Mitarbeiter gestartet sind.
Aus losen Notizen ein sauberes Dokument
Verstreute Gedanken in etwas verwandeln, das man vorzeigen kann.
Den Mitarbeiter schlauer machen
Dein Briefing mit allem füttern, was du inzwischen gelernt hast.
Jedem Projekt sein eigenes Zimmer
Ein Ordner pro Projekt, mit eigenem Briefing — der Mitarbeiter denkt ab jetzt projektweise.
Deine Vorlagen-Bibliothek aufbauen
Alles, was du zweimal machst, wird zur Vorlage — Wiederkehrendes wird zum Lückentext.
Der Wow-Moment: ein eigenes kleines Werkzeug bauen
Der Mitarbeiter baut dir eine echte kleine Webseite — kein Programmieren, nur Beschreiben.
Deinen eigenen Anwendungsfall entwerfen
Du kennst dein Büro am besten — jetzt erkennst du die Gelegenheit selbst.
Weitergeben — und die nächste Runde planen
Einen Handgriff im Büro zeigen und mit dem FlowPhase-Team Bilanz ziehen.
🔓 Den kompletten Pfad freischalten
Der Enablement-Pass personalisiert alle 11 Missionen auf deinen Betrieb — dein Gewerk, deine Beispiele, dein Marken-Kit. Inklusive Starter-Kit, Beispiel-Skills und persönlicher Begleitung durch das FlowPhase-Team.
Enablement-Pass anfragenEchte Beispiele: ein Briefing, drei Skills
Ein Briefing und drei fertige Skills gehören zu jedem Enablement-Pass — personalisiert auf deinen Betrieb, deine Vorlagen, deine Marke. Hier siehst du, was dich erwartet:
CLAUDE-beispiel.md
So sieht ein gewachsenes Briefing nach ein paar Wochen aus.
skill-besprechungsnotizen.md
Das Rezept hinter Mission 1 — als wiederverwendbarer Skill.
skill-wochenplan.md
Das Montags-Ritual, einmal sauber aufgeschrieben.
skill-statusbericht.md
Der Bericht, der sich selbst vorbereitet — auf deine Vorlagen angepasst.
Wohin das führen kann: vom Cockpit zur Automation
Der Pfad oben macht dich schneller. Der Horizont dahinter: Dinge laufen von selbst — immer mit dir als Redakteur. Drei Stufen, ehrlich beschriftet:
Dein KI-Cockpit
Du arbeitest mit einem Mitarbeiter, der deinen Kontext kennt. Notizen werden Aufgaben, Entwürfe entstehen in deinem Ton, Dokumente starten bei 80 Prozent. Alles passiert, weil du es angestoßen hast.
Dein Ordner spricht mit deinen Tools
Mail, Kalender, Ablage: Der Mitarbeiter liest und bereitet über Systemgrenzen hinweg vor. Die Projekträume und Werkzeug-Missionen der Pro-Stufe sind der erste Vorgeschmack darauf.
Routinen laufen von allein
Mit einer Workflow-Werkbank wie n8n laufen wiederkehrende Abläufe nach Plan: Berichts-Entwürfe entstehen automatisch, Termin-Nachbereitungen liegen vorbereitet da, Wochenübersichten bauen sich über Nacht — und jedes Ergebnis landet als Entwurf zur Prüfung, nie als Auto-Versand.
So sieht „verbundene Werkzeuge" konkret aus
- Mail: Der Mitarbeiter liest den ganzen Verlauf und entwirft die Antwort in deinem Ton — versendet wird weiter von dir
- Kalender: Vor jedem Kunden-Termin ein Briefing — wer, was ist offen, was ist das Ziel
- Ablage: Projektordner und Büro-Ablage sprechen miteinander — „fass mir den Stand zu Projekt X zusammen" über alle Quellen
- Dokumente: Marken-Kit + Vorlagen-Bibliothek greifen überall — jedes Schreiben startet im Look deiner Marke
So sieht „Routinen laufen von allein" aus
- Berichts-Pipeline: Fotos + Kurznotizen rein → Doku-Entwurf raus — genau so etwas haben wir als Prototyp schon gebaut
- Formular-Strecken: Urlaub/Krank-Meldung oder Stundennachweis als kurzes Formular → fertiger Mail-Entwurf mit Prüf-Hinweis
- Freitags-Übersicht: Die Wochenübersicht über alle Projekte baut sich selbst — freitags um vier, bereit zur Durchsicht
- Posteingangs-Triage: Anfragen über Nacht vorsortiert — jede mit Antwortvorschlag als Entwurf
Wie schließt man ein Tool an? (das Ding namens „MCP") ›
Wie baut man einen Agenten? ›
Wie baut man einen Workflow? ›
Woran denkt das System von selbst? (Wecker & Reflexe) ›
Wie hängt das alles zusammen? ›
Wer baut Stufe 2 und 3 — und was kostet das? ›
→ Stufe 2 und 3 sind genau das, was wir als FlowPhase mit Teams bauen — erste Prototypen aus echten Kundenläufen gibt es schon. Wenn du den Pfad durch hast, ist das das natürliche nächste Gespräch: Frag uns nach der Demo.
Fragen, die du dir vermutlich stellst
Muss ich programmieren können? ›
Wo landen meine Dateien und Gespräche eigentlich? ›
Was ist, wenn ich etwas kaputt mache? ›
Warum nicht einfach ChatGPT im Browser? ›
Ist das nicht wieder so ein System, das am Ende keiner nutzt? ›
Was kostet das alles? ›
Wie viel Zeit kostet mich das wirklich? ›
Spickzettel
Sätze, die gut funktionieren
- „Stell mir erst Fragen" — vor größeren Aufgaben; der Mitarbeiter interviewt dich, statt zu raten
- „Leg dich fest, ich korrigiere dich" — bringt einen echten Vorschlag statt einer Options-Liste
- „Unsicheres mit [?] markieren, statt zu raten" — macht aus unsichtbaren Vermutungen sichtbare Fragen
- „Kürzer." — völlig legitim. Es ist ein Mitarbeiter, kein Professor
- „Speichere das als Datei in notizen/" — alles Aufhebenswerte wandert in den Ordner
- „…und merk dir das bitte" — er aktualisiert sein Briefing; derselbe Fehler passiert nie zweimal
Mini-Glossar
- Terminal — das Textfenster in VS Code, in dem Claude wohnt. Tippen, Enter, fertig
- Markdown (.md) — eine einfache Textdatei mit schlichter Formatierung. Öffnet überall, übersteht jeden Tool-Wechsel
- Prompt — das schicke Wort für „was du der KI sagst"
- CLAUDE.md — das Briefing, das der Mitarbeiter zu Beginn jeder Sitzung liest
- me.md — wer du bist und wie du arbeitest; schreibt Claude im Starter-Interview selbst
- Session — ein Gespräch. Neue Session = frischer Start, aber Dateien und Briefing bleiben
Wenn sich etwas komisch anfühlt
- Antwort zu allgemein? Mehr Kontext geben — oder besser: den Kontext einmal ins Briefing schreiben
- Etwas erfunden? Sag es ihm! „Das stimmt nicht, bitte prüfen" funktioniert. Vertrauen ja — aber du bist der Redakteur
- Gespräch verheddert? Session schließen, neu anfangen — nichts geht kaputt, deine Dateien sind sicher
- Wirkt hängengeblieben? Einmal Escape drücken und die Frage konkreter stellen
- Echtes Problem? Screenshot + Nachricht ans FlowPhase-Team. Genau dafür sind wir da
Das Wichtigste in Kürze
- Kosten — VS Code 0 € · Claude Pro ab ~15 €/Monat. Das ist die ganze Rechnung
- Datenschutz — Ampel, immer; Rot heißt Rot (DSGVO, Auftraggeber-Vertraulichkeit)
- Du bist der Redakteur — nichts verlässt das Haus ohne deinen Blick; die KI versendet grundsätzlich nichts
- Deine Dateien, dein System — Textdateien auf deinem Rechner; kein Lock-in, nie
- Schlank bleibt schlank — erweitert wird nur, was sich im Alltag bewährt hat